{"id":1568,"date":"2024-02-22T10:09:16","date_gmt":"2024-02-22T09:09:16","guid":{"rendered":"https:\/\/startuptied.uol.de\/?p=1568"},"modified":"2024-02-22T11:11:16","modified_gmt":"2024-02-22T10:11:16","slug":"digitaler-experimentierkasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/startuptied.uol.de\/en\/digitaler-experimentierkasten\/","title":{"rendered":"Digitaler Experimentierkasten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der digitale Experimentierkasten hilft jungen wie etablierten Unternehmen, Gesch\u00e4ftsmodelle in der Online-Welt zu entwickeln. Die Philosophie dahinter stammt aus der Lean Start-up-Bewegung. Innovieren bedeutet Handeln unter Ungewissheit. Diese Ungewissheit l\u00e4sst sich nicht weganalysieren \u2013 egal wie sorgf\u00e4ltig ein Unternehmen plant, forscht oder recherchiert. Der ber\u00fchmte Bauen-Messen-Lernen-Zyklus (BML) des Lean Start-ups setzt stattdessen aufs Machen und Experimentieren. Digitale Pioniere stellen Hypothesen auf, bauen etwas, messen die R\u00fcckmeldungen aus der Umwelt und lernen daraus \u2013 um gleich darauf die n\u00e4chste Iterationsschleife im Zyklus zu vollziehen. So wird Ungewissheit Schritt f\u00fcr Schritt reduziert. Das, was im BML-Zyklus digital oder physisch gebaut wird, kann und soll unvollkommen sein. Wichtig ist nur, dass der BML-Zyklus schnell rotiert. Urspr\u00fcnglich zielte die Bauen-Phase im Lean Start-up auf die fr\u00fchestm\u00f6gliche Produktversion, die dem Kunden einen &#8211; wie auch immer eingeschr\u00e4nkten &#8211; Nutzen verspricht. Eine solche Produktversion wird als Minimum Viable Product (MVP) bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>20 Karten f\u00fcr die Entwicklung innovativer Gesch\u00e4ftsmodelle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u201eBauen\u201c-Karten dieses digitalen Experimentierkastens sind eine Sammlung von MVP-Varianten, die zahlreiche Anregungen und Fallbeispiele enth\u00e4lt, wie der BML-Zyklus angesto\u00dfen werden kann. Digitale Technologien haben vollkommen neue M\u00f6glichkeiten erschaffen, Marktresonanzen einzufangen. Die \u201eMessen\u201c-Karten des Experimentierkastens illustrieren, wie innovationsfreudige Unternehmen diesen Teil des BML-Zyklus ausgestalten k\u00f6nnen. Ausf\u00fchrliche Informationen zu den einzelnen Fallbeispielen befinden sich hinter den QR Codes auf dem Blog: <a href=\"https:\/\/wp.uni-oldenburg.de\/entrepreneurship\">https:\/\/wp.uni-oldenburg.de\/entrepreneurship<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drehe einfach die erste Karte um, und schaue, wie die verschiedenen Karten miteinander zusammenh\u00e4ngen. Viel Spa\u00df!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><div class=\"h5p-iframe-wrapper\"><iframe id=\"h5p-iframe-5\" class=\"h5p-iframe\" data-content-id=\"5\" style=\"height:1px\" src=\"about:blank\" frameBorder=\"0\" scrolling=\"no\" title=\"Digitaler Experimentierkasten\"><\/iframe><\/div><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine Kurzanleitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt viele verschiedene Arten den digitalen Experimentierkasten zu nutzen. Zur Anregung wird im Folgenden nur eine m\u00f6gliche Variante in Form eines eint\u00e4gigen Workshops vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>A. Engpassfassfaktoren identifizieren<\/strong><br>Ausgangspunkt des Workshops ist eine Idee zu einer digitalen Gesch\u00e4ftsmodellinnovation. Das Start-up oder Innovationsteam visualisiert \u201ePlan A\u201c des angestrebten Gesch\u00e4ftsmodells. Dazu kann es beispielsweise den Business Model Canvas nach Osterwalder benutzen. Dann identifizieren die Teammitglieder jene Elemente des Gesch\u00e4ftsmodells, die Engpassfaktoren sind. Wenn die Idee scheitert, woran am ehesten? Welche Annahmen im Gesch\u00e4ftsmodell erscheinen besonders fragil? Wo gibt es Dissens im Team? Gerade bei Differenzierung zum Wettbewerb und bei der Frage, ob der Kunde das neue Angebot auch wirklich braucht, bestehen oft Unsicherheiten. Wenn der kritischste Engpassfaktor identifiziert wurde, notieren die Mitglieder die dazu geh\u00f6rige Annahme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>B. Bauen-Messen-Kombination finden<\/strong><br>Die Teammitglieder machen sich mit dem Kartendeck vertraut. Sofern eine bestimmte Bauen- oder Messen-Komponente zum Testen der zuvor genannten Annahme prinzipiell geeignet erscheint, liest ein Teammitglied das Fallbeispiel hinter dem QR-Code. In einer Gruppendiskussion stellt das Team eine geeignete Bauen-Messen-Kombination zusammen. Dabei k\u00f6nnen auch mehr als zwei der vorgegebenen Komponenten gew\u00e4hlt werden. Vor dem Hintergrund dieser Kombination formuliert das Team die Annahme in eine Hypothese um und versucht m\u00f6glichst konkret zu operationalisieren, ab wann diese als best\u00e4tigt oder abgelehnt gilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>C. Iteration planen<\/strong><br>Die Teammitglieder planen die erste Iteration. Dazu notieren sie folgende Punkte: Wer ist f\u00fcr was zust\u00e4ndig? Welche Softwaretools werden ben\u00f6tigt? Welche vertrieblichen Aktivit\u00e4ten sind notwendig? Was sind die Kosten? Bis wann ist die erste Iteration vollzogen? Wann trifft sich das Team zu einer Auswertungssession und zur Planung der n\u00e4chsten<br>Iteration?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der digitale Experimentierkasten hilft jungen wie etablierten Unternehmen, Gesch\u00e4ftsmodelle in der Online-Welt zu entwickeln. Die Philosophie dahinter stammt aus der Lean Start-up-Bewegung. Innovieren bedeutet Handeln unter Ungewissheit. 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